Montag, 11. Juni 2018

Japan: Mount Fuji

Ich kann ja kaum 6 Wochen in Japan verbringen ohne das japanische Symbol schlechthin gesehen zu haben - oder immer immerhin versuchen es zu sehen: den Berg Fuji! Seine 3'776 Meter sind bis nach Tokyo sichtbar, sofern denn das Wetter stimmt. Und prompt regnete es in Strömen als ich ankam. Ich übernachtete in der Fuji 5 Seen Gegend, das Dorf hiess Kawaguchiko. Es war natürlich nie geplant, den Berg selber zu besteigen. Erstens bin ich weder fit genug noch gut ausgerüstet, ausserdem ist die Saison dafür eh erst im Hochsommer.
Das Dorf ist ganz nett und gleichzeitig unheimlich touristisch. Alle wollen dasselbe: einen Blick auf den Berg der sich oft ziert. Nur weil man in Kawaguchiko ist, heisst das mich lange nicht, dass man den Fuji auch sieht. Den ersten Tag habe ich an eine weisse Wand gestarrt, am nächsten Morgen guckte ich gleich aus dem Fenster und siehe da: hello!

Ich hatte ständig Angst, er würde sich wieder hinter den Wolken verstecken. Oft sieht man den Fuji nur in den Morgenstunden. So machte ich mich gleich auf zur Pagoda (deren Name mir entfallen ist) um die berühmte Sicht mit Pagoda und Berg im Hintergrund zu sehen. Hat alles geklappt!

Ich wollte auch die Gegend gleich am See ein bisschen geniessen. Leider bedeutet 'Lake side' in Asien nicht dasselbe wie bei uns wo man friedlich am Ufer entlang spazieren und mal ein Glace essen kann. Das Ufer wird immer ein wenig stiefmütterlich behandelt und es ist nicht wirklich einladend. Es hatte eine Stelle wo man Tretboote mieten konnte, aber nichts mit gemütlich dahinschlendern und aufs Wasser gucken. Und für eine stundenlange Wanderung irgendwo in den Bergen war ich einfach zu faul. Die bald 12 Wochen zehren an mir, immer organisieren, nie ausschlafen, täglich Dinge anschauen, reisen, packen, eine neue Unterkunft, neue Zimmernachbarn, wenig Privatsphäre ... irgendwann 'mag' ich dann nicht mehr so.

Die Aussicht nur schon von der Unterkunft aus war aber super. Eine steile Holztreppe führte auf eine Aussichtsplattform, aber auch vom Garten aus war der Fuji natürlich sichtbar.

Auch toll fand ich die Züge in der Gegend. Ärgerlicherweise sind diese 'privat' und somit nicht in meinem Zugpass inbegriffen (sprich ich muss einfach nochmals separat bezahlen), dafür sind die schön farbenfroh und haben sogar einen Schweizer Waggon rumstehen. Den habe ich ich nur im Bahnhof gesehen, gefahren bin ich damit leider nicht.

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