Mittwoch, 30. Mai 2018

Japan: Nara

Nara, das ist 8 UNESCO Weltkulturerben auf kleinstem Platz, viele frei herumlaufende Rehe, noch mehr Schulklassen.

Nara ist von Kyoto aus in 50 Minuten per Zug erreichbar. Die Stadt hat keine 400'000 Einwohner und ist somit verhältnismässig klein. Nara war die erste permanente Hauptstadt und wurde im Jahr 710 gegründet. Das ist doch mal ein Weilchen her! Nara war jedoch nur 75 Jahre lang Hauptstadt, danach wurde alles nach Kyoto verschoben. Die Sehenswürdigkeiten sind kompakt im Stadtkern und lassen sich gut zu Fuss erkundigen. Alles befindet sich in einer Art Park wo auch Unmengen von Rehen herumspringen und gefüttert werden dürfen. Diese sind eindeutig netter als jene auf Mjyaijma! Ungefähr 1'200 Rehe tummeln sich hier. Sie wurden früher als Götterboten angesehen und haben auch heute noch eine wichtige Rolle - auf gefühlt jedem Souvenir ist ein Reh drauf. Schwierig zu widerstehen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeit sind eine Pagoda (die zweithöchste in Japan, leider ohne Foto unten), ein enormer Buddha der in einer noch enormeren Halle sitzt (ich habe absichtlich die Leute davor mit aufgenommen, leider kommt die Grösse doch nicht so recht zur Geltung. 16 Meter sind es, 437 Tonnen Bronze und 130 kg Gold) sowie ein Shinto-Schrein (der Rote).
Die vielen Laternen drinnen und draussen gehören ebenfalls zu diesem Shinto Schrein dazu, der übrigens Kasuga Taisha heisst.

Der Ausflug nach Nara hat sich definitiv gelohnt, auch wenn man hier wieder mit Massen von Touristen konfrontiert wurde, dann noch die ganzen Schulklassen dazu. Es gab viel zu sehen, die Rehe dazwischen waren eine nette Abwechslung (obwohl man aufpassen musste, um nicht in die Kacke zu stehen. Liegt halt dementsprechend auch überall rum, obwohl Angestellte ständig am putzen sind) und Nara ist wirklich hübsch da sehr grün.

Dienstag, 29. Mai 2018

Japan: Ungewöhnliches

Ich habe euch ein paar Fotos von typisch japanischen Sachen herausgesucht, die für euch sonderbar erscheinen mögen. Oder praktisch. Da gibts Dinge, daran denkt man gar nicht.

Bahnhof: alles ist genau angeschrieben, auf den Meter genau hält der Zug an wo man steht. Sprich man muss den auf dem Billett angegebenen, reservierten Wagen suchen und davor warten. Je nach Länge oder Name des Zuges ist der Wagen wo anders. Es ist alles bestens am Boden beschildert. Hat der Zug 16 Wagen statt 8 ist Nr. 6 natürlich nicht am selben Ort. Klingt ein bisschen kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Gewartet wird im vorgegeben Feld. Im Gegensatz zur Schweiz weiss man genau wo die Türe des Zuges ist. Mir ein Rätsel warum wir das nicht hinkriegen. Wer nämlich am längsten gewartet hat, darf auch zuerst einsteigen. Zum Teil hat es U-Bahn Wagen nur für Frauen. Bis jetzt habe ich das aber nur in Osaka und Tokyo gesehen - und Delhi.

Landkarten: werden diese bei und auch auf den Kopf gestellt? Meiner Meinung nach ist Norden immer oben, hier ist Norden - irgendwo. Das bringt mich völlig aus dem Konzept und ich muss immer umstudieren und verlaufe mich dann erst recht.

Verpackung: einmal ist keinmal. In jeden Karton hat es meistens nochmals eine Verpackung drin. Das neue Buch bekommt einen extra Umschlag und für jedes Fläschchen erhält man sowieso einen Plastiksack. Jedoch wird Plastik im Müll getrennt, sauberer Plastik kommt hier in der Unterkunft in einem separaten Container. Immerhin. Sollte der neue Plastiksack oben 'zusammen kleben' und sich nicht öffnen lassen, gibt es auch hier eine Lösung im Laden an der Verpackungsststion. Wir benetzen ja meistens die Finger oder blasen gegen den Sack. Hier steht ein feuchtes Lümpli parat um die Finger zu benetzen.

A propos nass: hier haben sie die besten Schirme: durchsichtig! Macht dies nicht total viel Sinn bei vielen Menschen? Wenn man in einen Laden geht, findet man am Eingang einen Sackspender, sozusagen. Man kann mit dem (grossen) Schirm reinfahren und wieder rausziehen und hat dann sozusagen ein Kondom über dem Schirm. So wird der Laden nicht nass und die Kleidung auch nicht. Funktioniert leider nicht wirklich mit einem Knirps da dieser von der Grösse her nicht passt. Beim Hinausgehen kann man den Plastik wieder abgeben.

Die tollen WC's habe ich nun gar nicht fotografiert, für mich sind die schon normal. Wasserfall-Musik beim Bisle im Einkaufszentrum, man hat ja gerne Privatsphäre. Kann man selber ein- und ausschalten. Die meisten WC's sind Closomaten, es wird also mit Wasser geputzt. Was ich zu Beginn übel fand ist vielleicht gar nicht so unhygiensch, vor allem mit diesem dünnlagigen Papier, welches zu nichts zu gebrauchen ist. Das vermisse ich bestimmt nicht. Die Taschentücher sind genau so dünn, aber in der Öffentlichkeit zu schneuzen ist sowieso unanständig. Also Nase hochziehen, das ist akzeptiert. Schön habe ich Heuschnupfen und eine leichte Erkältung.

Sonntag, 27. Mai 2018

Japan : Osaka

In Osaka habe ich ein paar Tage verbracht, da es sich um eine Stadt von 2,7 Mio Einwohnern handelt.

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten habe ich glatt ausgelassen: das Schloss! Nicht schon wieder ein Schloss, welches aus Beton nachgebaut wurde! Schade steht gefühlt kein einziges, originales Schloss mehr.

Berühmt ist auch die Gegend Dotonbori mit den vielen Neonlichtern. Vielleicht habt ihr auch schon ein Bild des 'rennenden Mannes' gesehen. Schlussendlich ist es nur eine Werbeanzeige die schön blinkt bei Nacht, aber trotzdem eine der Top-Sehenswürdigkeiten und dementsprechend ziemlich voll mit Menschen. Egal ob man am Tag oder in der Nacht geht. Ich war ein wenig enttäuscht, denn ich dachte, da wäre eine ganze Anzahl von Leuchtreklame entlang des Ufers, aber eigentlich ist es nur die eine Ecke die gerade aufs Bild passt. Ich glaube jeder denkt: ist das alles? Trotzdem sollte man die Gegend auch bei Nacht mal gesehen haben, nur schon weil soviel los ist, Essenstände, Läden die bis 23 Uhr geöffnet haben etc.

Meine Unterkunft war im Park Tenoji gelegen, gleich neben diesem Möchtegern Eiffelturm. Hier ist es abends ähnlich wie in Dotonbori, nur alles eine Nummer kleiner. Auch ein Tempel war ganz in de Nähe, dort fand lustigerweise aber ein Flohmarkt statt!

Das Riesenrad gehört zu einem Einkaufszentrun dazu. Da ich noch genug von meiner Kobe-Gondel hatte verzichtete ich darauf. Das Wetter spielte auch nicht jeden Tag mit, man kann nicht immer Glück haben.

Zwei interessante Gebäude habe ich euch ebenfalls hinzugefügt. Bei dem einen fährt eine Autobahn hindurch, das andere ist architektonisch interessant. Der Lift führte aussen rauf, geht ja gar nicht! Das ist schlimmer als Gondel fahren!

Japan: Tokyo restlicher Text

Leider ist mir die App einfach abgestürzt bevor ich den Text fertig schreiben bzw durchlesen konnte. Abstürzen heisst gleichzeitig auch verö...