Beppu ist bekannt für seine heissen Quellen. Man sieht überall Dampf aufsteigen. Auf einem der Fotos habe ich vom Bus aus geknipst. Es gibt zwei verschiedene heisse Quellen: die normalen in denen man baden kann und die Onsen heissen. Ich war jedoch nicht baden, obwohl das Hotel sogar einen Onsen Bereich hatte. Aber erstens kenne ich die Onsen-Vorschriften nicht so genau und ich möchte mich nicht unbedingt nackt zum Affen machen. Denn anders als bei uns wird hier nackt gebadet, also ohne Bikini oder ähnliches. Ich finde das schon eher gewöhnungsbedürftig. Hinzu kommt, dass die Japaner von früher her eine Abneigung gegenüber Tätowierungen haben. Es bessert sich langsam, da auch die Japaner merken, dass ausländische Touristen wahrscheinlich nicht zur japanischen Mafia Yakuza dazu gehören. Zum Teil sind sie aber echt streng und Tattoos müssen abgedeckt werden. Als wäre das viel weniger offensichtlich wenn ich mit 7 Flecken auf der Haut herumlaufe. Meine Unterkunft in welcher ich ab morgen bin, schreibt tatsächlich in den Richtlinien, dass sich andere ab den Tattoos stören könnten und man diese im öffentlichen Bereich (Lobby etc!) nicht zeigen darf. Es hat übrigens fast 30 Grad, sollen sie mich doch in mein Zimmer verbannen! Aber zurück zu Beppu. So liess ich also die normalen Badequellen aus und guckte mir stattdessen die siedend heissen Quellen an. Wie der Name schon sagt, ist baden hier eher nicht angebracht. Natürlich ist es verboten, die Dinger sind um die 100 Grad heiss und nur zum Gucken da.
Die verschiedenen Quellen kann man bei einer 'Höllentour' anschauen. Ich habe gleich ein Kombiticket genommen weil mich etwa 4 von den total 7 Quellen interessiert haben. Die übrigen habe ich also gleich 'mitgenommen' da sie im Preis drin waren. Ansonsten hätte ich wohl kaum bei den Alligatoren vorbei geschaut. Alle Quellen sehen ein wenig anders aus, also eine andere Farbe etc. Zum Teil gab es einen Nebenbereich, wo man doch noch die Füsse reinhalten konnte. Eine sehr fotogene Sache!
Ansonsten fand ich Beppu selber nicht sooo touristisch wie angenommen. Viele Restaurants waren geschlossen und ich wusste nicht genau weshalb. Zu früh (da Bar)? Zu spät (da Touristen nicht über Nacht bleiben)? Nebensaison (da die Japaner eine Woche zuvor 3 Feiertage an einem Stück hatten. Nennt sich Golden Week und sollte vermieden werden da ganz Japan am reisen ist. Darum bin ich danach - Sonntag war der letzte Tag - nach Japan angereist und genau darum hatte meine Gastfamilie in Fukuoka keine Zeit weil sie selber unterwegs waren)? Jedenfalls fand ich einfach kein normales Restaurant und habe darum was in einem Geschäft geholt. Diese speziellen Geschäfte heissen Combini, die Marken sind 7/11 (die gibt es in vielen anderen Ländern auch), Lawson und FamilyMart. Das ist so ne Art Migros trifft Kiosk, ist jedoch 24 Stunden geöffnet und preislich unter Migros-Niveau. Ausser Getränken, Süssigkeiten etc. hat's auch viele Fertigprodukte zu ziemlich guter Qualität. So kam ich wieder mal zu einem Salat. Es gäbe übrigens auch einzelne Eier zu kaufen, hüstel.
In Beppu habe ich auch nur eine Nacht übernachtet und war gefühlt alleine im Hotel. Zumindest das 6er Zimmer hatte ich ganz für mich alleine. Es war eine ziemlich ausgefallene Version im japanischen Stil. Zum Glück war es nicht voll, denn sonst hätte es mit dem ganzen Gepäck ein ziemliches Platzproblem gegeben. So aber genoss ich die günstige Nacht im Einzelzimmer :-)
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