Freitag, 18. Mai 2018

Japan: Hiroshima

Ganze 4 Tage verbrachte ich in Hiroshima, was wahrscheinlich allen ein Begriff ist. Aber Hiroshima ist viel mehr als Atombombe. Natürlich ist das die Sehenswürdigkeit Nr. 1 und ehrlich gesagt bin ich auch zuerst zum Atombomben-Dom gelaufen. Die Bombe ist mehr oder weniger direkt über diesem Gebäude explodiert. Man hat sich dann entschieden, die Überreste als Mahnmal stehen zu lassen. Das Gebäude steht direkt am Fluss gegenüber vom Gedenkmuseum. Es steht trotzdem relativ 'unaufgeregt' dort zwischen den anderen, modernen Gebäuden. Ein Besuch im Museum durfte auch nicht fehlen. Eigentlich ist es ähnlich wie in Nagasaki, nur mit viel mehr Besuchern (Schulklassen die alles vollstopfen). Mir hat darum Nagasaki besser 'gefallen' und erst gegen den Schluss, als ich die vielen persönlichen Geschichten gelesen habe (wurde natürlich alles auf Englisch übersetzt) ist es mir sozusagen auch eingefahren. Unten stellvertretend ein Bild eines Dreirades. Stellt euch mal vor wie menschliche Haut nach der Explosion ausgesehen hat. Bei vielen Geschichten, welche ich las, haben die (oft) Kinder zuerst überlebt, sind dann aber an den Verbrennungen doch noch verstorben.

Hiroshima soll aber nicht nur Tragik sein. Das Schloss, welches ursprünglich 1589 erbaut wurde, kann man ebenfalls besichtigen. Von dort oben sieht man einmal mehr auch den Dom in der Ferne. Das Schloss selber wurde übrigens wieder aufgebaut, nach der Atombombe war es nur noch ein Holzhaufen.

Auch in Hiroshima hat es einen schönen japanischen Garten, den Shukkei-en. Ich habe ein Buch mitgenommen und dort ein wenig gelesen. Hiroshima würde sich hervorragend zum Shoppen eignen. Leider ist das Fassungsvermögen meines Rucksackes begrenzt. Ich habe dann nur ein Schulbuch gekauft, das ist flach - aber unendlich schwer!

In Hiroshima sind sie auch komplett Baseball-verrückt! Es standen 3 Tage mit drei Heimspielen (Freitag, Samstag, Sonntag, ja die spielen so oft hintereinander. Es hat gut und gerne 5 Spiele pro Woche, nicht wie beim Fussball wo es nur eines pro Woche gibt) an und ALLE waren ausverkauft. So ein Frust, vor allem weil ich direkt neben dem Stadion wohnte. Auch auf Schachtdeckeln und am Einkaufsgeschäft (der Lawson ist normalerweise blau und nicht rot!) sind die Carp - so heisst das Team - allgegenwärtig. Getroffen habe ich ausserdem auch noch Mario. Super, oder?

Das Ganze schliessen wir mit Essen ab: ein paar Süssigkeiten sowie das Gericht schlechthin: Okonomiyaki mit Nudeln, Ei und Gemüse wird meistens direkt vor der Nase gebraten. Leider ist es mit Stäbchen nicht sehr einfach zu essen. Die Nudeln sind lange und dank dem Ei klebt irgendwie alles zusammen.

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