Samstag, 12. Mai 2018

Japan: Nagasaki

Mein erster Stopp in Japan war ausser Fukuoka (werde nicht darauf eingehen da ich ja letzten September schon zwei Wochen hier war. Leider war meine Gastfamilie auch nicht erreichbar und es regnete. Ein bisschen ein trostloser Beginn den ich mit gutem Essen hinter mich gebracht habe. It's good to be back) Nagasaki, was ja allen ein Begriff sein sollte. Nagasaki hat knapp eine halbe Million Einwohner und ist mehr als der Ort, wo die zweite Atombombe in August 1945 abgeworfen wurde.

Zuerst mal zue Anreise: endlich kann ich aufs Bahnnetz zugreifen! Mit einem JR Bahnpass ist es mir möglich, für einen begrenzte Zeit so oft herum zu fahren wie ich möchte. Im Preis inbegriffen ist die Reservation des Sitzplatzes. Die Züge sind je nach Linie ziemlich ausgefallen bis luxuriös.

Auch übernachtet wird nun anders. Kapselhotels sind angesagt, wobei das in Nagasaki ja eher ein Hotelzimmer (halt ein sehr enges) als eine Kapsel ist.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Nagasaki ist das bewegende Atombombenmuseum. Schaut auch die Flaschen an, welche durch die Hitze zusammen geschweisst wurden. Oder der Stahl der sich wie Gummi verdreht hat. Das Museum war extrem eindrücklich und sie haben nicht mit schockierenden Bildern gespart (Stichwort verbrannte Haut). Ein Mahnmal steht an der Stelle, über der die Atombombe (ich glaube es waren ca. 500 Meter über der Erde, sie ist also nicht auf der Erde aufgeschlagen wie ich das fälschlicherweise immer angenommen habe) explodiert ist. Anders als in Hiroshima stehen keine Gebäude mehr, ich glaube jedoch, das eine sind Grundmauern die noch ersichtlich sind. Heute ist dir Gegend ein grosser Park mit Museum und Friedensskulpturen.

Nagasaki hat aber auch eine andere Vergangenheit zu bieten. In 1641 wurden alle Ausländer aus Japan verbannt. Die Ausnahme war eine Mini-Insel im Hafen von Nagasaki. Bis 1850 wurden die Ausländer (da es Dutch Trading Post heisst schliesse ich auf Holländer) hier geduldet. In der Zwischenzeit ist alles aufgeschüttet und die Insel ist nicht mehr als solche zu erkennen. Die Gebäude wurden übrigens nachgebildet. Auch sonst findet man in der Stadt hie und da westliche Gebäude - schon fast ehemalige Herenhäuser.

Nagasaki schenkte mir leider ziemlich grimmiges Wetter. Schade darum, waren die hübschen Strässchen, der Hafen und das Chinatown doch sehenswert.

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