Dienstag, 29. Mai 2018

Japan: Ungewöhnliches

Ich habe euch ein paar Fotos von typisch japanischen Sachen herausgesucht, die für euch sonderbar erscheinen mögen. Oder praktisch. Da gibts Dinge, daran denkt man gar nicht.

Bahnhof: alles ist genau angeschrieben, auf den Meter genau hält der Zug an wo man steht. Sprich man muss den auf dem Billett angegebenen, reservierten Wagen suchen und davor warten. Je nach Länge oder Name des Zuges ist der Wagen wo anders. Es ist alles bestens am Boden beschildert. Hat der Zug 16 Wagen statt 8 ist Nr. 6 natürlich nicht am selben Ort. Klingt ein bisschen kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Gewartet wird im vorgegeben Feld. Im Gegensatz zur Schweiz weiss man genau wo die Türe des Zuges ist. Mir ein Rätsel warum wir das nicht hinkriegen. Wer nämlich am längsten gewartet hat, darf auch zuerst einsteigen. Zum Teil hat es U-Bahn Wagen nur für Frauen. Bis jetzt habe ich das aber nur in Osaka und Tokyo gesehen - und Delhi.

Landkarten: werden diese bei und auch auf den Kopf gestellt? Meiner Meinung nach ist Norden immer oben, hier ist Norden - irgendwo. Das bringt mich völlig aus dem Konzept und ich muss immer umstudieren und verlaufe mich dann erst recht.

Verpackung: einmal ist keinmal. In jeden Karton hat es meistens nochmals eine Verpackung drin. Das neue Buch bekommt einen extra Umschlag und für jedes Fläschchen erhält man sowieso einen Plastiksack. Jedoch wird Plastik im Müll getrennt, sauberer Plastik kommt hier in der Unterkunft in einem separaten Container. Immerhin. Sollte der neue Plastiksack oben 'zusammen kleben' und sich nicht öffnen lassen, gibt es auch hier eine Lösung im Laden an der Verpackungsststion. Wir benetzen ja meistens die Finger oder blasen gegen den Sack. Hier steht ein feuchtes Lümpli parat um die Finger zu benetzen.

A propos nass: hier haben sie die besten Schirme: durchsichtig! Macht dies nicht total viel Sinn bei vielen Menschen? Wenn man in einen Laden geht, findet man am Eingang einen Sackspender, sozusagen. Man kann mit dem (grossen) Schirm reinfahren und wieder rausziehen und hat dann sozusagen ein Kondom über dem Schirm. So wird der Laden nicht nass und die Kleidung auch nicht. Funktioniert leider nicht wirklich mit einem Knirps da dieser von der Grösse her nicht passt. Beim Hinausgehen kann man den Plastik wieder abgeben.

Die tollen WC's habe ich nun gar nicht fotografiert, für mich sind die schon normal. Wasserfall-Musik beim Bisle im Einkaufszentrum, man hat ja gerne Privatsphäre. Kann man selber ein- und ausschalten. Die meisten WC's sind Closomaten, es wird also mit Wasser geputzt. Was ich zu Beginn übel fand ist vielleicht gar nicht so unhygiensch, vor allem mit diesem dünnlagigen Papier, welches zu nichts zu gebrauchen ist. Das vermisse ich bestimmt nicht. Die Taschentücher sind genau so dünn, aber in der Öffentlichkeit zu schneuzen ist sowieso unanständig. Also Nase hochziehen, das ist akzeptiert. Schön habe ich Heuschnupfen und eine leichte Erkältung.

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