Öh über diesen Ort hat sie doch schon mal geschrieben? Nein das war Jeonju, nur heisst hier alles ähnlich. Darum zeige ich bei jeder Weiterreise am Busschalter jeweils eine Korea-Landkarte und tippe auf den Ort drauf, für welchen ich ein Ticket benötige. Nicht auszumalen, sollte ich in die falsche Stadt fahren. Ich spreche ja eh alles falsch aus. Koreanisch scheint mir eine der Sprachen zu sein, da kann man nur alles falsch machen. Die Distanzen von Stadt zu Stadt halten sich zwar in Grenzen, aber ich möchte mit meinem eher schweren Rucksack dann auch nicht stundenlang unterwegs sein.
In Gyeongju hatte ich meine Luxusunterkunft auf der ganzen Reise - und dann schlief ich auf dem Boden! Ich hatte ein eigenes Zimmer in einem traditionellen, koreanischen Haus. Ich übernachtete sozusagen bei einer Familie zu Hause. Es war super ruhig zu schlafen, auch weil die drei anderen Zimmer leer standen und das Haus natürlich in einer Gegend ein bisschen ab vom 'Schuss' liegt. Das heisst man muss 300 Meter weiter laufen um einen Laden zu finden. Normalerweise hat es ja an jeder Ecke einen. Auch dieses Zimmer kam, genau so wie im Kloster, mit Bodenheizung daher. Der Trick ist tatsächlich, dass es nur warm wird wo auch etwas steht. Also unter der Matratze oder unter meinem Rucksack (nicht so gut). Ich konnte diese hier aber selber abschalten, was ich denn auch gemacht habe, nachdem die Inhaberin auf 24 Grad hochgedreht hatte.
Gyeongju ist ein Freilichtmuseum wo man mit Auto locker drei oder vier Tage verbringen könnte. Ich habe mich auf die Sehenswürdigkeiten in der Stadt sowie zwei UNESCO Weltkulturerben (Bulguksa Tempel und Seokguram Grotte) beschränkt. Gyeongju war die Hauptstadt der Silla Dinastie (zur selben Zeit als Julius Caesar bei uns aktiv war, so ungefähr) und hatte zu ihrer Blütezeit ca. eine Million Einwohner. Leider sind keine prächtigen Tempelanlagen à la Angkor Wat in Kambodscha vorhanden, dafür finden immer noch Ausgrabungen statt. Spannend! Auch gut ersichtlich sind die Hügel die eigentlich Gräber sind. Ein einziges wäre zugänglich gewesen, natürlich war genau das geschlossen! Ansonsten war es eher ruhig in Gyeongju. Ich sah zwar weitaus mehr Touristen als in Daegu und Daejeon zusammen, aber durch die Grösse hatte ich manchmal ganze Parks für mich alleine. Wie in einem grossen Einkaufszentrum verteilte sich alles sehr gut. Ich fand Gyeongju toll, man konnte in der Stadt drin gut zu Fuss unterwegs sein und rannte wie in Rom von einer Sehenswürdigkeit zur nächste.
Mehr los war dann in Bulguksa, dem Tempel. Meine Mutter hat sich schon gewundert, dass oft nicht viele Leute im Bild sind. Nun, das mache ich natürlich absichtlich. Unten mal ein Foto mit Leuten, mit ganzen Schulklassen! In einem bestimmten Alter (Primarschule) sind die Kinder ganz begeistert mir gegenüber und riefen ständig 'hello' und wollten 'high five' machen. Habe das ziemlich genossen, da man sonst hier eher ignoriert wird (mehr dazu in einem anderen Blogeintrag). Die vielen Laternen sind nur aufgehängt, da Ende Mai der Geburtstag von Buddha ist. Das macht meine Bilder natürlich sofort viel farbenfroher, mir gefällts. Von der Grotte selber durfte ich kein Foto machen, dafür seht ihr Streifenhörnchen. Die gibt es bei uns nicht, oder?
Zum Abschluss nochmals ein paar Essendbilder. Ja das ist für eine Person alleine.
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